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Sonntag, 26. Juli 2009

Black Snake Moan

Habe gerade einen hervorragenden Film gesehen: Black Snake Moan. Man könnte sagen einen "Blues-Film", falls es so eine Gattung überhaupt gibt ;-)
Bisher kannte ich Justin Timberlake ja nur aus der Klatschpresse und
nur Samuel L. Jackson und Christina Ricci als sehr gute Schauspieler/innen.
Der Soundtrack ist einfach hervorragend und besteht zum größten Teil aus Blues-Tracks. Mal akustisch mit Slide-Gitarre und mal elektrisch und mit Bluesharp.
Und wie Samuel L. Jackson den Blues singt - Gänsehaut pur!
Ich kann diesen Film nur allerwärmstens weiterempfehlen. Über die Handlung möchte ich nichts schreiben, um niemand die Freude zu verderben - aber diese urtypische amerikanische Geschichte hat mich zutiefst berührt.

Eine ausführliche Rezension des "Spiegel" gibt es > HIER


Dienstag, 21. Juli 2009

Scarlet Anvil Band

Vor ein paar Jahren, als ich die Freude am Musikmachen (Kirchenmusik) völlig verloren hatte, kamen mir eines abends nach dem Genuss einiger Gläser Rotwein einige gute Freunde der Vergangenheit in den Sinn. Ich begann mich zu fragen, warum der Kontakt zu manchen Leuten eigentlich abgebrochen war und kam auf die Idee, mal im Telefonbuch nach meinem alten Kumpel Pico zu suchen.
Er war sehr erstaunt, nach ungefähr 20 Jahren oder mehr meine Stimme zu hören, aber wir verabredeten ein Treffen, was denn auch sehr gemütlich war. Er spielte mir ein Tape seiner alten Band, der Scarlet -Anvil- Band vor, was mir sehr gefiel, weil es noch guter, handgemachter Bluesrock mit echt antikem Röhrensound war! Ich willigte ein, mal im Übungsraum vorbeizuschauen, um eventuell eine kleine Session zu machen. (Ich war in der Jugendzeit in unserer damaligen Clique Bassmann gewesen) Es machte viel Spaß, mal wieder den Blues zu zupfen, und da die S.A.B. damals nur aus 2 Gitarristen und einem halben Bassmann bestand (Hanno), nagelte mich Pico nach kurzer Zeit fest, doch regelmäßig mitzuüben.
Seitdem hatte ich wieder viel Spaß beim musizieren, obwohl wir es nie auf irgendeine Bühne geschafft haben. Immer liefen uns die Schlagzeuger und Sängerinnen wieder davon.

Ich bin mittlerweile das ewige hin und her satt und aus der Band ausgestiegen. Es war eine schöne Zeit.
Danke an Pico, Uwe und Hanno. Uwe rockt nun weiter mit den "Tinitussis" und Pico versucht mal wieder von Neuem die Band wieder zu beleben.
Don Ralfo wünscht viel Glück!

Mittwoch, 15. Juli 2009

Best Blues-Radio on the Internet

And the winner is? 1.FM of course!
You can find it easily with your winamp, iTunes or Windows media-Player or simply add the website to your favorites.
I spent hours in front of my PC listening to this wonderful radiostation in the web, while working on my computer. Enjoy!

Muss ich das übersetzen? Oder klickst Du einfach auf den Link?

Glenn Kaiser demnächst in Bückeburg

BLUES : ROCK : JAM POWER

Am Donnerstag, den 23. Juli 2009, gastiert die GLENN KAISER BAND (Chicago, USA) im Ratskeller Bückeburg.


Glenn Kaiser gehört zweifelsohne zu den Legenden der christlichen Rockmusik. Seit über 35 Jahren reist er um die ganze Welt, und dennoch hat sich bei ihm keine Müdigkeit bemerkbar gemacht. Seine Reibeisenstimme ist dieselbe geblieben, und Glenn wird Power machen, bis er keinen Ton mehr herausbekommt.
Das Event startet um 19.30 Uhr (Einlass ab 18.30 Uhr); als Vorband spielt die Gruppe RASAYANA aus Rinteln (1. Platz des Band-Contests Local Heroes Schaumburg 2007).
Eintrittspreise:
Abendkasse - EUR 11,-
Vorverkauf - EUR 7,- (nur bis 17.7.'09. Versandkostenfreie Zusendung.)
per Telefon: 05751-971715
mailto: kartenvorverkauf@gmx.de

Im Rahmen seiner Europatournee gastiert er noch in Hamburg, Lübeck, Heidelberg, Wetzlar und anderswo.
Ich habe ihn zweimal live erlebt und kann nur sagen: Der rockt Euch an die Wand!


Dienstag, 14. Juli 2009

Sonny Landreth

Ich liebe Guitar-Heroes! Habt Ihr schon mal was von DEM gehört?Ich finde das solltet ihr unbedingt, wenn ihr auf Slide-Gitarre steht :-)
If you love slide-guitar, you gotta know this man!


Robi Zonca - Bluesman


Vor ein paar Monaten lud ich einen eigenen Film mit dem wunderschönen Song "Hole In My Shoe" von Traffic als Hintergrundmusik nach Youtube hoch.
Ein gewisser
Zonk55 antwortete mit folgendem Kommentar:
"great!
the song is so fantastic. I love SteveW and the Traffic.
man I am listening to the music and I am almost crying!
thanks for posting"
Beim folgenden Briefwechsel stellte sich heraus, daß der Song ihn an seine erste Freundin und seine Jugendzeit erinnert hatte.
Ich stöberte ein wenig bei Youtube in den Filmen von Zonk55 herum und fand nur exzellente Handgemachte Bluesmusik vor, die ich begeistert kommentierte und mit vielen positiven Sternchen versah.
Auf die Frage, ob er eventuell ein Mitglied dieser Bluesband sei, kam heraus, daß er der Bandleader - Robi Zonca - selber war, der schon mit diversen Größen des Blues gespielt hatte.
Sogar mit Ginger Baker himself!

Es entwickelte sich eine schöne Brieffreundschaft per email und nun bin ich dabei, eine Konzert-Tour für die Robi Zonca Bluesband in Deutschland zu organisieren.
Habe leider noch keine positiven Rückmeldungen von Clubs oder Promotern erhalten, aber ich bleibe dran.
Vielleicht gibt es ja geneigte Leser, die eine Idee für einen netten Auftritt haben oder jemanden kennen, der da weiterhelfen könnte?
Robi hat mir seine erste eigene CD geschickt und ich habe mir sein neustes Werk "Rebel" aus Amerika kommen lassen. Natürlich von CD-Baby! Das geht gut ab.

Montag, 13. Juli 2009

Larry Garner

Na, was sagt uns dieses Foto? Feeling, Leiden, Schmerz, Liebe, Leben, Blues - Oh Mama!
Wenn ich dieses Bild sehe, kann ich es wieder fühlen - diesen unvergesslichen Abend - den Blues!
Larry Garner kommt aus Louisiana, wo noch die Schaufelraddampfer den Mississippi herunterschaukeln und spielt den schwärzesten Delta-Blues, den man sich nur vorstellen kann. Niemals vorher habe ich so was Authentisches gehört. Voller Humor, Leidenschaft und Spielfreude erzählt dieser Mann musikalische Geschichten aus seinem Leben und dem Leben der Schwarzen in den Südstaaten. Gitarrenspiel, Gesang und das Erzählen von selbsterlebten Storys sind eine homogene Einheit und kommen von ganz tief unten aus der Seele. Zum Beispiel trifft er in einer Pause eines Konzerts auf dem Klo einen „Bull Rider“, so einen waschechten Rodeo-Cowboy von der Sorte, die eigentlich nur Country hören und im Süden schon mal ganz schön rassistisch sein können. Der schüttelt ihm mit seiner Riesenpranke die Hand und bekennt ihm, daß er zu Hause auch viele Bluesplatten hat und den Blues liebt. „A Bull Rider!“ Oh my, a bull rider!
Oder er erzählt von der Arbeit in der Chemiefabrik, wo er sich früher seine Brötchen verdient hat.
Für mich ein ganz Großer des Blues. Sympathisch, bescheiden und Vollblutmusiker.
Von diesem Feeling und der Atmosphäre, die dieser Mann rüberbringt, könnten die Geldscheffelnden Superrockstars noch jede Menge lernen!
In der Pause und nach dem 3 Stundenkonzert mit etlichen Zugaben schüttelt der Mann noch jede Menge Hände und sagt: „Thank you, for supporting the Blues!“ Ich konnte nicht anders und mußte den Mann umarmen und einmal feste drücken.

Mick Clarke

Henry hatte in der Einladung für das Konzert geschrieben, da? sich jeder, der dieses Konzert verpasst, selbst in den Arsch treten sollte...
Und er hatte völlig recht damit! Dieser Bluesrockgitarrist war bis dato das Geilste, was ich bisher je mit sechs Saiten habe hantieren sehen. Leider müssen sich ziemlich viele Leute meiner Meinung nach in den Hintern treten, denn es hatten sich nur vielleicht 30 Leute in die Garage verirrt.
Meiner Meinung nach ein krimineller Akt! Denn was die Leute 3 Stunden lang geboten bekamen, war Blues und Rock vom Allerfeinsten. Eine solide Rhythmusgruppe, ein hervorragender Keyboarder und ein genialer Gitarrist, der Dich sowohl schwindelig spielen konnte, als auch wunderschöne getragene langsame bluesige Soli voller Herz und Schmerz zelebrierte.
Die schnellen Parts erinnerten mich zeitweise an den guten alten Alvin Lee in seiner besten Zeit und die langsameren Bluesstücke ließen den Mississippi durch den Raum rollen.
Unvergleichlich gut bediente er den Slidefinger. Da ist ein Vergleich mit Douane Allman durchaus angebracht.
Ich hatte vorher noch nie eine band gesehen, die so voller Spielfreude agierte, und das vor einer erbärmlichen Kulisse. Der Keyboarder, der ständig so aussah, als würde er auf seiner Tastatur mit äußerster Genauigkeit kostbare Briefmarken sortieren, lieferte sich mit Mick exzellente Soloduelle im Frage und Antwortstil. Power und Leben pur.
Ich saß mit meiner süßen Frau allein auf dem großen Sofa hinten im Raum mit völlig freier Sicht zur Bühne, weil da niemand stand, und hatte das Gefühl, daß dort die beste Band der Welt ausschließlich für uns in unserem gemütlichen Wohnzimmer auftrat und fühlte mich dadurch ziemlich geehrt.
Nach etlichen Zugaben und mit völlig durchgeschwitzem Hemd verabschiedete sich Mick Clarke mit einem freundlichen God Bless you all.
Das war ein denkwürdiger Abend!


Peter Green und Splinter Group

Mein erstes Konzert in der Bluesgarage. Der Raum gerammelt voll, die Splinter Group hat solide gerockt . Sympathische Jungs. Der Bassmann spielt fretless. Peter Green wirkt ziemlich dick und aufgedunsen, er wird von einem jungen Mann auf die Bühne geleitet, der ihm auch die Gitarren stimmt und anreicht. Der 2. Gitarrist aus Amerika spielt sehr gefühlvoll und melodisch. Ich warte auf die alten Hits wie Albatros und Oh Well. Doch was ist das? Peter Green spielt sehr leise, zurückhaltend und irrt irgendwie unsicher übers Griffbrett. Der andere Gitarrist übernimmt sämtliche Soli, die ich eigentlich von Peter hören wollte. Der macht das ja nicht schlecht, aber Peter wirkt seltsam abwesend und psychisch krank. Wie unter Psychopharmaka. Schade, ich höre zwar wirklich gute Musik, fühle mich aber dennoch leicht verschaukelt, weil ich an die unendlich einsamen Soli aus der alten Zeit denken muß, mit viel Hall unterlegt. Nach allem was ich über ihn gelesen hatte war Peter mir sehr sympathisch - er wollte damals bei Fleetwood Mac sämtliche Gagen für arme Leute Spenden usw. bekam dann schwere Depressionen. Schön, daß er wieder auf der Bühne ist. Das ist sicherlich wie Therapie für ihn. - War aber für mich irgendwie traurig.

Bluesgarage

DIE BLUESGARAGE in Isernhagen bei Hannover ist seit ein paar Jahren irgendwie zu meinem erweiterten Wohnzimmer geworden, meine 2. Heimat, ein Platz zum Entspannen und absoluten wohlfühlen.
Wenn die Konzerte nicht den Rahmen meiner Finanzen sprengen würden, wäre ich wohl jede Woche dort bei einem Live-Konzert. (Wobei ich sagen muss, daß für die musikalische Qualität, die ich dort geboten bekam, der Preis mehr als angemessen war)
Die Bluesgarage wird von einem überaus sympathischen Ehepaar betrieben, die für eine familiäre Atmosphäre, Kerzenschein, gutes Bier und phantastische Musik sorgen. Ein großer Schäferhund war manchmal da, wenn es leer war.
Henry, der Wirt ist Amerika- und Harley Davidson Fan, was man an der übergroßen Freiheitsstatue und dem Star-Spangled-Banner an der Wand erkennen kann. Im Vorraum steht eine gigantische Stretchlimousine, mit der wohl manchmal Musiker abgeholt werden. Ich glaube allerdings nicht, daß sich Henrys Amerika-Begeisterung bis auf George W. Bush erstreckt sondern mehr der dortigen Musik gilt.
Der Raum ist gefällt mit alten Dampfradios, einer Zapfsäule, Sofas und Kneipentischen mit Kerzenschein. Zwei überlebensgroße Bluesbrothers sitzen auf dem Balkon neben dem Mischpult, das in den Bug eines Cabriolets eingebaut ist. Chevy oder Cadillac?
Die Bühne ist mit einer hervorragenden Soundanlage ausgestattet, die für reichlich Dampf sorgt. Man kann von fast überall die Musiker sehr gut sehen und Ihnen auch mal die Hand schütteln, weil es keinen Hinterausgang gibt, und sie sich den Weg durchs Publikum bahnen müssen.
Musik hautnah erleben. Manchmal das Gefühl, als ob die Rocklegenden in deinem Wohnzimmer auftreten. Du sitzt gemütlich bei Kerzenschein auf dem Sofa, trinkst eine kühles Helles, und 5 Meter weiter rockt Lesley West, Carl Palmer, Popa Chubby, Brian Auger, Spencer Davies, oder Eric Burdon.
Man fasst es manchmal einfach nicht, so Affengeil sind die Konzerte!
Mein Freund Alex hat es mal so ausgedrückt: Manchmal finde ich die Musik so abgefahren überirdisch gut, daß ich am liebsten auf die Bühne springen und mit nacktem Arsch dazu tanzen möchte.